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Meine 10 Inspirationsquellen

Aktualisiert: Juni 11

Für ein glückliches, gesundes & achtsames Leben




Diese Blog-Reihe ist inspiriert von zwei großartigen Persönlichkeiten:


  1. Michael Trautmann - ein Unternehmer, Podcaster, Speaker & Markenberater. Erst kürzlich hat er auf LinkedIn seine 10 persönlichen Favoriten zu "Where to find focus" veröffentlicht. Ein überaus fokussierter Beitrag, der mich zum Reflektieren und Nachdenken anregte. Welche sind denn meine Inspirationsquellen?

  2. Dr. Paul Kalanithi - ein renommierter Neurochirurg und Autor, der in seinem Buch "When breath becomes air" * den Sinn des Lebens aus der fachlichen Perspektive eines Arztes UND der emotionalen Wahrnehmung eines Patienten erörtert - wohlwissend, dass er vermutlich bald sterben würde.

Entstanden ist eine etwas andere Liste meiner Inspirationsquellen - weniger professionell, dafür umso persönlicher und "entblößter" denn je…


Was ich unter einem gesunden, glücklichen und achtsamen Leben verstehe und wer bzw. was mich dazu inspiriert (hat), kannst du in den nächsten Serien, die ich in nach und nach veröffentlichen werde, lesen...


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PART II

Inspirationsquelle N°2 ♡ MUM


Man sagt einer Mutter-Kind-Beziehung immer die engste Bindung nach. Ich sehe sie noch ultimativer und behaupte es ist die innigste und prägendste Bindung.

Die Bindung

Ob meine Mama physisch anwesend ist oder nicht, ich spüre die enge Verbundenheit zu ihr - eine unbeschreibliche Vertrautheit, ein Gefühl der Zugehörigkeit zu etwas außerhalb des begreifbaren Ichs und dennoch gänzlich eins mit mir selbst.

Selbst wenn es nicht viel zu erzählen gibt, hören wir täglich voneinander. Es geht hierbei weniger um den Informationsaustausch, sondern viel mehr um die Mitteilung "Ich bin für dich da…und schön, dass es dich gibt".


Die Person

Besonders schüchtern und introvertiert ist sie mit ihrer zarten Art die Güte in Person. Gerechtigkeit und Korrektheit liegen ihr besonders am Herzen - sie hat mir vorgelebt, was bedingungslose Liebe heißt und dass sie nur in der Kombination von Akzeptanz, Hingabe und Respekt funktioniert.

Ihre Zuneigung zu "einem Koreaner", meinem Papa, war damals nicht gern gesehen und stieß nicht selten auf Gegenhaltung. Trotz ihrer scheuen Art, stand sie für ihn ein und bewies so, dass man besonders in unsicheren Situationen über sich hinauswachsen kann.

Auch hat sie mir beigebracht, dass Zuneigung viele Gesichter hat, die im Alltag oft übersehen werden - eine leckere Mahlzeit für die Lieben zuzubereiten, zählt definitiv dazu. Kein Wunder, dass ich so gerne Familie und Gäste bekoche!


Die Inspiration

Meine Mutter und ich waren von Anfang an ein Herz und eine Seele und teilten die Vorliebe und den Geschmack für Kleidung.


Im Haushalt mit drei weiteren Schwestern galt sie schon immer als die "Fashionista", die viel Wert auf Einzigartigkeit und Qualität legte. Aufgewachsen in der sowjetischen Zeit gab es nicht besonders viel Auswahl auf dem Modemarkt, so ließ sie von einer befreundeten Schneiderin maßgeschneiderte Einzelteile anfertigen, die sie dann später an ihre jüngeren Schwestern abgab. Qualität und Passform waren für sie dabei oberste Prämisse..

Neben meiner Oma inspirierte vermutlich auch sie mich, den "Modeweg" einzuschlagen - den Qualitätsanspruch für Ware und die Wertschätzung für mühevolle Handarbeit habe ich aber zweifelsohne von ihr!

Mathematik und Zahlen sind ihre zweite Stärke. Als gelernte Buchhalterin hatte sie nicht nur das damalige Unternehmen meines Papas bis auf die Nachkommastellen beleuchtet und dokumentiert, sondern auch die häuslichen Finanzen im Griff gehabt. So kommt es nicht von ungefähr, dass ich mich auch gerne als "analytischer Designer" bezeichne. Trends, Formen und Farben sind für mich wichtig, Zahlen, Daten und Fakten aber mindestens genauso.

Emotio und Ratio Hand in Hand.




Die Dankbarkeit

Sie behauptet immer, dass sie sich mit mir an ihrer Seite immer "gut aufgehoben" fühle - insbesondere in ungewohnten oder unsicheren Situation. Interessanterweise behaupte ich dasselbe. Sprich: unsere beider Unsicherheit mündet in der Anwesenheit der jeweils anderen in einen sicheren Hafen. Wechselwirkung von ihrer besten Seite.

Ich kenne einige Frauen,

…die niemals mit dem Schutz und der Sicherheit einer liebenden Mutter umsorgt wurden und Fürsorge und Vertrautheit wie eine Fremdsprache erst lernen mussten.

…die keine Mutter mehr haben und diese auch in der selben Rolle nicht mehr um Rat fragen können

..die gerne eine Mutter wären, es aber aufgrund biologischer Gegebenheiten nicht sein können

…die sich trotz enger Bindung zur Mama gegen eine eigene Familiengründung entscheiden.

Ich kann mich glücklich schätzen, so eine großartige Mama an meiner Seite zu haben, wohlwissend, dass sie mich immer und in allem unterstützen wird. Meine Dankbarkeit und Wertschätzung ist nicht in Worte zu fassen…! ♡

Ich wünsche jedem Kind und jeder Mutter diese Erfahrung und Inspiration!





PART I

Inspirationsquelle N°1 ♡ DAD


Es ist nun fast 10 Jahre her, dass mein Papa verstorben ist. Mit 54 Jahren erkrankte er an Krebs.




Die Nachricht

Nach der Diagnose begann ich - noch hoffnungsvoll - wissenschaftliche Fachliteratur zu durchforsten auf der Suche nach möglichen Behandlungsmethoden. Im weiteren Verlauf jedoch und mit zunehmender Ausbreitung der Metastasen wurde diese Hoffnung allmählich von Verzweiflung durchdrungen.



Am 21.06.2010, meinem 25. Geburtstag, bekamen wir die Nachricht: er habe noch etwa 3 Monate zu leben. Ob ich diese Zeitangabe verstehen, geschweige denn hinnehmen konnte? Nicht annähernd.

Die Gedanken an Vergangenheit und Zukunft verschmolzen. Dankbarkeit für das gemeinsame Erlebte und Schmerz der Gegenwart vereinigten sich zu einem Kentaur - gefangen in einer Mischwelt aus Hoffnungslosigkeit und Glaube, aus Leid und Liebe.

2 Monate später verlor er den mühsamen Kampf.




Der Weg

Die Antworten, die ich von nun an suchte, waren in keiner Literatur zu finden.

Was ich erst Jahre später begriff: wenn ein geliebter Mensch geht, trauern wir weniger um diese Person, sondern vielmehr um uns selbst. Denn die Zurückgebliebenen sind die, die einen wichtigen Bestandteil ihres Lebens verloren haben...es entsteht eine Lücke, die niemand anders füllen wird.

Und genau hier setzt meine Erkenntnis ein. Den Verlust zu verarbeiten, war langwierig und hart. Ich bin in den darauffolgenden Jahren enorm an dem Schmerz zerbrochen und zugleich gewachsen. Aber genau das war ein grundlegender Entwicklungsschub und das ist wohl Leben: die unausweichliche Auseinandersetzung mit der Frage von Leben und Tod - die Quelle für die Entstehung von Moral und die eigene Definition von der Bedeutung des Lebens.

Persönlichkeitsentwicklung im ursprünglichen Sinne.

Obwohl diese Jahre zermürbend und manchmal gar unbezwingbar erschienen, so waren sie maßgeblich für meine ganzheitliche Auffassung vom Leben und brachten die notwendige Lehre, dass Freude und Schmerz wie Kontrastfarben einander begünstigen.





Die Inspiration

Rückblickend sehe ich einen freudestrahlenden Mann und Vater, der das Leben in vollen Zügen genoss und mit seiner positiven Energie Menschen aller Art zusammenbrachte. Er lebte mit und von dem sozialen Kontakt. Die Energie, die er aus den menschlichen Verbindungen gewann, gab er in einer vielfachen Menge wieder zurück. Geben war sein Nehmen.

Er war ein Wirbelwind. Manch einer bezeichnete ihn als Kind im Körper eines Erwachsenen. Von Beruf war er ein Philologe, Lehrer und Unternehmer, im Herzen jedoch ein Dichter, Entertainer, Musiker und Sänger - vor allem aber ein herzensguter Mensch.


Ob er durch und durch gesund gelebt hat? Nein.

Das Leben aber mit so viel positiver Kraft zu genießen, Soziales über Materielles zu stellen und andere mit seiner Anwesenheit so zu bereichern, wie er es tat... ja DAS ist meine Inspiration. Ich kann dir nicht genug dafür danken, Papa.








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